KADIR FADHEL: THE WORLD IS OVER II – Juni 2016 – SYNTOPISCHER SALON Berlin

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Kadir Fadhel installiert auf seiner Reise in Deutschland an ausgewählten Orten THE WORLD IS OVER, – eine mehrteilige Arbeit, die im Januar 2016 mit einer Aktion im Stadtraum von Bagdad begonnen hat. Durch den jeweils spezifischen Ort wird die Arbeit bildlich transferiert und neu kontextualisiert. Auf Einladung des Syntopischen Salons zeigt Kadir Fadhel im Gläsernen Labor THE WORLD IS OVER II in Kombination mit den CODE-Arbeiten „peace is the fruit of life“ und „life is fun …not war“. Das Gläserne Labor des Syntopischen Salons befindet sich in Berlin am Haupteingang des sozio-ökologischen Stadtprojekts Prinzessinnengärten, Prinzenstrasse 35-38, 10969 Berlin.

Kadir Fadhel lebt und arbeitet in Bagdad. Er ist aktuell Stipendiat des internationalen Künstlerhauses Villa Waldberta.

Kadir Fadhels installation : “ THE WORLD IS OVER”, is currently traveling through Germany public space. The installation combines and re-combines several parts and was conceived this January in Bagdad public space.  Each of the specifically well-chosen locations are incorporated into the next install. In Berlin “ THE WORLD IS OVER’ is combined with Fadhels “ CODE” works” peace is the fruit of life” and “life is fun…not war”. The location chosen for this event is the translucent lab of Syntopic Salon, located at the main entrance of Prinzessinnengarten, urban garden city project, Prinzenstrasse 35-38, 10969 Berlin, U-Bahn Moritzplatz.

Kadir Fadhel lives and works in Bagdad, he is currently on a residency at Villa Waldberta, Munich

 

17.08.2013: Der gläserne Kubus verlässt die Goethestraße 31 …

…und begibt sich auf den Weg zum ÖBZ in der Engelschalkinger Str. 166.

130817 Transport

 
3,5 Jahre lang war der Syntopische Salon Teil des prallen Lebens in der Goethestraße.
Hier konnten wir beobachten, wie aus einem verrückten Ort Inspiration entsteht und aus zufälligen Begegungen Impulse werden.
Hierfür danken wir allen Unterstützern, Beteiligten, Neugierigen und Interessierten!

Juliane Zellner – Buenos Aires_Lückenstrukturen über der Augenhöhe – Goethestrasse 31 München – jederzeit einsehbar

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Der Blick vom Standort des Syntopischen Salons in der Goethestraße 31 in Richtung Münchner Hauptbahnhof ist perspektivisch durch ebene Fassaden regelmäßiger Gebäudestrukturen geleitet. Einzig und allein der Flachbau des Café Gap schräg gegenüber des Syntopischen Salons durchbricht als temporäre „Luxuslücke“ das für München typische Erscheinungsbild der einheitlichen vier bis fünfstöckigen Häuserzeilen. Meist nimmt der Passant die Gebäude an sich gar nicht wahr, stattdessen folgt sein Blick den Personen oder streift die Auslagen von Geschäften. Die Lebendigkeit der Straßen wird ausschließlich auf Augenhöhe zuteil.
Läuft man dagegen die Straßen von Buenos Aires entlang, ist das Auge des Passanten in ständiger Bewegung: Doch Grund dafür sind nicht allein die Menschen, sondern auch die Gebäudestrukturen zur Rechten und Linken. Die Straßen durchziehen in klaren, stringenten Linien die Metropole und teilen dabei den zentralen Teil der Stadt in sogenannte Cuadras zu je 100m x 100m Fläche. Man könnte meinen, der schweifende Blick wird durch diese rigide Straßenstruktur in Richtung des Straßenzuges kanalisiert, doch vielmehr schlängelt er sich durch niedrige Flachbauten zu mittelhohen Gebäuden im Kolonialstil bis hin zu modernistischen Hochhäusern. Wie in einem Tetris-Spiel sind die Bauten aneinander und aufeinander platziert.
Die heutige heterogene Baustruktur der einzelnen Cuadras repräsentiert die baugeschichtliche Entwicklung von Buenos Aires. Viele der ein- bis zweistöckigen Kolonialstilbauten des 18. und 19. Jahrhunderts wurden im 20. Jahrhundert als Folge der Urbanisierung aufgestockt oder durch mehrstöckige Wohnblöcke ersetzt. Der stilistisch stark variierende Baubestand der Cuadras lässt bauliche Lücken über der Augenhöhe entstehen, die den Blick auf Dahinterliegendes, auf manchmal entstehende Staffelungen oder einfach nur den Himmel freigeben.
Die von der geradlinigen Straße geführte Blickführung des Fußgängers, Rad- oder Autofahrers wird links und rechts von der Straße ausgedehnt auf ein begleitend wahrgenommenes Blickfeld, in dem ganz unaufdringlich die strukturelle Entstehung und die Prozesse der Stadtentwicklung erscheinen.
Betrachtet man die Negativformen exemplarischer Lücken wie sie in dieser Installation auf den transparenten Folien markiert sind, rückt ihre visuelle Bedeutung für die Wahrnehmung des Stadtgefüges in den Vordergrund: In diesem Blickfeld wird Buenos Aires in ganz eigenen Bildern sichtbar.

What do you notice when you walk along the streets of a European city? Window decorations, vegetable stands on the pathway or coffee tables in front of the cafes and restaurants? We are caught by things happening on eye level, but we never look beyond the surface of buildings. Streets in Buenos Aires take you on a completely different visual journey.
Walking through the streets of Buenos Aires your eyes are constantly moving. But the reason for this are not only the people, but rather the building structures to the right and left. The streets themselves are built as straight, rigid lines sectioning the central part of the city in so called cuadras (around 100mx100m). Due to the rigid street structure one would assume the wandering gaze to be directed in one line. But the opposite is actually true: your gaze wanders in a winding fashion from the low buildings to the middle-height colonial buildings way up to the modernist high-rise buildings. Sometimes the set of buildings within the cuadras looks like the outcome of a Tetris game.
Due to the urbanization many of the single or two story colonial houses of the 18th and 19th century were replaced in the 20th century by higher buildings. The resulting, stylistically varying building stock of the cuadras creates structural gaps above eye-level, opening the view on structures behind: plain walls, stacking constructions or only the sky.
By moving along the streets of Buenos Aires regardless whether as pedestrian, by car or by bike your view expands to the right and the left. Your perspective is not a straight one canalized by the street, since it is distracted by the building stock, which represents the structural development and the processes taking place in the city over time.
The installation in the Syntopic Salon relates to these gaps above eye-level. The negative forms of the gaps appearing on the transparent films stress their visual significance within the perception of the urban fabric.
In contrast to Buenos Aires, European street blocks are often characterized by regularly formed building structures. Considering for example the view from the location of the Syntopic Salon in the Goethe Street 31 along the street to Munich`s central station we can notice our eyes being guided along the plane facades straight in one direction. We don`t look at the buildings themselves in more depth, instead our eyes follow people on the street or focus on the shops. The liveliness of the streets happens on eye level.
Only the low-rise building of the Café Gap across the street facing the Syntopic Salon gives us the possibility of looking behind the usual facades. In the context of Munich`s four or five storey standard houses the Gap represents one of a few „luxury gaps“ in the appearance of the city. But even this gap is only temporary. A scaffolding represents the already anticipated soon closure of the gap.

Winter

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ZWEI URBANE SCHNITTSTELLEN: Das Franken-Center und die Schneppergärten in Nürnberg – Ab 22. Oktober 2012 – Goethestr. 31, München

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Ab 22. Oktober 2012 sind im Labor in der Goethestr. 31 zwei Entwürfe kombiniert, die jeweils eine räumliche Idee für einen Ort in der Stadt Nürnberg gestalten. Auf den ersten Blick verbindet die beiden Orte wenig miteinander:
Hier das Franken-Center, ein 1969 eröffnetes, abseits vom Stadtzentrum gelegenes Einkaufszentrum, dem eine großzügig überdachte Freifläche vorgelagert ist. Dort die „idyllischen“ Schneppergärten im Burggraben, die sich in den Zwischenräumen der geschichtsträchtigen Stadtmauer Nürnbergs befinden.
Beide Orte wurden auf der Grundlage einer Schnittstellenanalyse gestaltet und dazu durch mehrere Zwischenraum-Parameter bestimmt: z. B. in ihrem Verhältnis zwischen Zentrum und Peripherie, als Lebensraum zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, als Raum zwischen öffentlichen und privaten Zonen sowie als Raum zwischen verschiedenen Kulturen.

Ausführende: Studenten des Studiengangs Architektur der Ohm-Hochschule Nürnberg (MA), Lehrprojekt 2012: Ltg. Michaela Rotsch

Entwurf für die Schneppergärten im Burggraben:
Martina Hawrylo, Ulrich Heiß, Melanie Witschel

Entwurf für das Franken-Center: CULTURE_HIVE
Nowak, Hochreuther, Chen

Extra-/Terrestrial Data Mining – Syntopischer Salon zu Gast an der Universität Potsdam – Oktober 2012 bis März 2013

Extra-/Terrestrial Data Mining
Eine Ausstellungsreihe des Instituts für Künste und Medien in Kooperation mit dem Syntopischen Salon und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften BBAW

Von Oktober 2012 bis März 2013 ist das Gläserne Labor des SYNTOPISCHEN SALONS an der Universität Potsdam zu Gast. Im Zuge einer Kooperation zwischen dem Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam, dem SYNTOPISCHEN SALON und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften steht der plexigläserne Kubus im Winter 2012/13 auf dem Gelände des Campus Neues Palais (vor Haus 10) und wird mit sieben Installationen von Studierenden des Master-Studienganges Europäische Medienwissenschaft bespielt.

Konzept und Projekte für die Bespielung am Neuen Palais wurden im Rahmen des Master-Verbundes „Praktiken/Politiken des Ästhetischen“
der Europäischen Medienwissenschaft unter der Leitung von Prof. Anne Quirynen und Dr. Christine Hanke entwickelt.

Ausstellungsbeginn: Montag, 15.10.2012
Eröffnung: Mittwoch, der 17.10.2012, 13 Uhr
Universität Postdam, Campus Neues Palais, vor Haus 10
Am Neuen Palais 10, 14469 Potsdam
Eröffnungen der Einzelprojekte jeweils Mittwoch, 13 Uhr

Mehr Infos und vollständiges Programm unter:
Extra-/Terrestrial Data Mining Uni Potsdam

Lückenarchitektur zur Wiesn 2012

Errichtung einer funktionalen Low-Budget Anti-Piss-Lückenarchitektur während der Wiesn-Zeit