camillo – BESTANDSAUFNAHME II – 5. September bis 18. Oktober 2012 – Goethestr. 31, München

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camillo – BESTANDSAUFNAHME – 25.Juli, 19.00-22.00 Uhr – Goethestr. 31, München

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BESTANDSAUFNAHME
– Du bist wie Du isst –

In drei Szenen essen je sechs Personen Hähnchen.
Öffentlich.
Wie die Akteure essen, ob und mit welchem Besteck,
wie sie gekleidet sind, Ablauf und Tempo des Verzehrs
usw. geben Aufschluss darüber, wie jeder einzelne auf
seine Weise dem Akt des Verspeisens eines Hähnchens
einen adäquaten Ausdruck verleiht.
Es entsteht ein Bild der hähnchenessenden Gesellschaft,
eine Bestandsaufnahme.

SYNTOPISCHER SALON in Potsdam – 27. Juni bis 12. September 2012, Am Neuen Markt 8, Potsdam

Der SYNTOPISCHE SALON bezieht im Sommer 2012 für drei Monate seinen Standort auf dem Neuen Markt in Potsdam. In Form eines gläsernen, flexiblen und transportierbaren Quaders ist er sowohl Schaukasten für Erforschungen als auch selbst Teil des Forschungsprozesses. Während der drei Monate finden dort wechselnde Ausstellungen, Vorträge und Präsentationen gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern im öffentlichen Raum statt.

Die Eröffnungsinstallation RAYS (27. Juni – 4. Juli) von Michaela Rotsch und Ildiko Meny zeigt drei transparente, leuchtende und reflektierende Objektträger aus Medizin, Bildender Kunst und Glasmalereiforschung, die in den sich ständig ändernden Lichtverhältnissen Wahrnehmungsprozesse der Betrachtenden herausfordern.

Das REPOSITORY FOR KNOWLEDGE AND ART von Cornelia Oßwald-Hoffmann und dem Kollektiv Künstlergeist (6. Juli – 11. Juli) fungiert als Zwischenablage geistes wissenschaftlichen sowie künstlerischen Wissens und Handelns und archiviert Ideen und Entwürfe, die (noch) nicht umgesetzt worden sind.

Im Rahmen der partizipativen Intervention WIE SCHWARZ SEHEN SIE? des Departments für öffentliche Erscheinungen, die vom 13. – 18. Juli stattfindet, wird der öffentliche Raum als Plattform für den Auftritt des Individuums untersucht.

Unter der Leitung des interdisziplinären Teams von Roland Essl (Architektur), Ildiko Meny (Medizin) und Michaela Rotsch (Bildende Kunst) bringt der SYNTOPISCHE SALON seit 2009 an verschiedenen Orten transdisziplinäre Werkstrukturen zwischen Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft auf die Straße. Im Rahmen des Jahresthemas 2011|12 „ArteFakte. Wissen ist Kunst – Kunst ist Wissen“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften wurde das Konzept des SYNTOPISCHEN SALONS speziell für den Akademiestandort Potsdam weiterentwickelt und gemeinsam mit Partnerinstitutionen am Neuen Markt ein Programm zu sieben Themenbereichen entworfen.

BILDDOKUMENTATION
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DOWNLOAD vollständiges Programm

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Herrn Stefan Aue von der BBAW und allen Mitwirkenden, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben, für die wunderbare Zusammenarbeit und das grosse Engagement!

Der Syntopische Salon wird unterstützt durch die Landeshauptstadt Potsdam, das Land Brandenburg, OSRAM, EVONIK und Werkhaus.

Presse:
Süddeutsche Zeitung, 17.07.2012, Jens Bisky – Zukunft des öffentlichen Raumes

Daniel Mahr – Zweimal um die Ecke gezwungen – ab 15. Juni 2012, Goethestr. 31, München

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Material und Erscheinungswiese der Doppelstegplatten aus Acrylglas, welche die transparente Hülle des Gläsernen Labors bilden, werden als Anreiz wahrgenommen, ein Werkstück für den SYNTOPISCHEN SALON zu „schreinern“.

Idee: Eine Doppelstegplatte mit den Standardmaßen von 350 x 98 x 1,6 cm, zweimal um die Ecke gezwungen, ergibt eine U-Form, die als Tisch für sechs Personen dienen kann. 200 x 98 x 75 cm.

Die Herausforderung: Die so gut, wie nicht vorhandene Stirnfläche der auf Gehrung geschnittenen Kanten der Doppelstegplatte wird als minimale Leim-Fläche genutzt, um damit eine stabile Eckverbindung zu generieren.

Ein Objekt zwischen Linearität, Stoß, Transparenz

Volkskollektor und Sonnengesang – 12. April 2012 ab 19.00 Uhr – Goethestr. 31, München

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Argentinien und Buenos Aires waren bereits zweimal im SYNTOPISCHEN SALON präsent, 2009 mit einem Stadtportrait und 2010 mit dem Film „11 min Buenos Aires“. Die Präsentation von zwei Solarprojekten 2012 versteht sich als Fortsetzung dieses Austauschs, diesmal nicht in der Metropole, sondern dezentral in der Provinz, nämlich in Tilcara in Nordargentinien und in Regen im Bayerischen Wald. Der gemeinsame technische Ansatz zeigt die Möglichkeiten einfacher, dezentraler Energieversorgung. Die Menschen und ihre Solarprojekte in Europa und Südamerika stehen sich auf dem Globus gegenüber.

Global betrachtet liefert die Sonne zu jeder Zeit, Tag und Nacht, Sommer wie Winter, 10.000 mal mehr Energie, als die Menschheit verbraucht. Argentinien hat ein enormes Potential an Wind, Wasser, Sonne und Biomasse. Hier beträgt der Anteil regenerativer Energien bei der Stromerzeugung 41%, in Deutschland lediglich 13%. Der 7%ige Atomanteil an der argentinischen Stromerzeugung wurde maßgeblich mit deutscher Hilfe ermöglicht. In Deutschland nimmt der Atomstrom 24%, in Bayern sogar 60% der Stromerzeugung ein. Ein überzeugendes Konzept zum Atomausstieg sowie realistische Wege zur Einsetzung regenerativer Energien fehlen hier wie da. Alternativ zur staatlich verordneten, profitorientierten Energiepolitik leisten kleine Anlagen in der Summe einen effektiven Beitrag zur Energiewende.
Die thermischen Kollektoren im nordargentinischen Tilcara und im ostbayerischen Regen sind technisch einfach, kostengünstig herzustellen und benutzerfreundlich zu bedienen.
Die Ausnutzung des riesigen Potentials der Sonnenenergie ist bei der direkten Wärmenutzung mittels Solarthermie wirtschaftlich umzusetzen und eignet sich besonders gut für kleine, private Projekte. Die Wärme der Sonne steht mit Hilfe geeigneter Speichermöglichkeiten den Menschen auf der ganzen Erde immer zu Verfügung.

Volkskollektor in Tilcara: Armando Alvarez, Christoph Müller
Wohnhaus in Regen: Egid Werner, Lore Mühlbauer
Zeichnungen und Konzept: Lore Mühlbauer
Ausstellungsgegenstände: Modell Haus Werner Maßstab 1:50
Modell Kollektor Maßstab 1:1, Firma Bayersolar

Photos: Sonja Allgeier, Christoph Müller, Lore Mühlbauer
Cello: Gerhard H. Hofmann, O sole mio

Weitere Infomationen zum download

Juliane Zellner – Lücke im Stadtraum: HEYGATE ESTATE – LONDON, Goethestr. 31 München, jederzeit einsehbar

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1974 wurde im Londoner Süden, im Stadtteil Elephant & Castle, eine Großbausiedlung errichtet: das Heygate Estate. Die gesamte Wohnanlage besteht aus sechs Wohnblöcken mit bis zu 12 Stockwerken und zehn niedriger gebauten Wohnhäusern mit bis zu drei Stockwerken. Das Heygate Estate bietet Wohnraum für ca. 3000 Menschen. Seit nun fast 15 Jahren gedenkt das für den Stadtteil zuständige Council, die Anlage abzureißen; vor fünf Jahren begann der Umsiedelungsprozess der Bewohner, der heute abgeschlossen ist. Der geplante Abriss ist für das Jahr 2013 angesetzt. Die monolithischen Gebäudeblöcke lassen den Eindruck einer Festung entstehen, die sich vom Rest der Stadt abzugrenzen scheint. Betretbar ist das Areal nur über eine Brückenkonstruktion, welche die einzelnen Wohnblöcke miteinander verbindet.

Nach der Räumung der Wohnanlage, der Verschließung aller Gebäudezugänge und der Zunagelung der Fenster, bleibt eine Leere zurück. Die riesigen Wohnblöcke vermitteln dem Passanten eine Unnahbarkeit. Das Gelände wird kaum genutzt, vereinzelt spazieren Hundebesitzer vorbei, an manchen Tagen sieht man Parcours-Sportler. Die Außenperspektive auf die konfrontative Festung ändert sich erst bei Begehung des Areals. Erst wenn die Schwelle überschritten ist und man sich im Inneren des Areals in unmittelbarer Nähe der leeren, von Security-Diensten bewachten, Wohnblocks befindet, entsteht die Wirkung eines „Schutzraums“, einer Abkapselung von der hektischen Außenwelt. Das Heygate Estate ist ein Lücke im Stadtraum Londons; einer Stadt, in der sich die neoliberalistischen Züge der Stadtplanung unverkennbar eingebrannt haben. Noch ist das Heygate Estate eine „Festung“ in der Stadt, vielleicht auch „gegen“ die Stadt, doch die temporäre Leere weist auf die Zukunft: die Gebäude werden einem effizienteren Modell weichen.

Das Heygate Estate wurde im Laufe der letzten Jahre zu einem Unort, zu einer „ungenutzten“ Lücke mitten im Stadtraum Londons. Die dokumentarische Installation HEYGATE ESTATE – LONDON implementiert die Massivität der funktionalistischen Architektur des verlassenen Gebäudekomplexes in die Transparenz des Syntopischen Salons in München. Die fotografische Installation der monumentalen Lücke zeigt sich hier in der vom Syntopischen Salon erschlossenen und temporär genutzten Lücke im Stadtraum, zwischen dem universitären Institut für Lebenswissenschaften und dem belebten Straßenrand der Goethestraße. In der Installation wird das Heygate Estate vom Syntopischen Salon imaginär bespielt.

In 1974 the Heygate Estate was built as a housing complex of five larger blocks and 12 smaller houses in the London neighborhood of Elephant and Castle. For 15 years the council, as main owner of the estate, has been thinking about demolishing and regenerating the area. Five years ago the rehousing process of the 3000 inhabitants started, today the buildings are empty.
The monolith blocks of the Heygate seem like a fortress against the rest of the city. The only access to the inside leads over a bridge construction linking the single blocks with each other. After the eviction of the estate, the nailing up of all building entrances, windows and balconies, just emptiness is left. The perception of the building from outside as a defensive fortress changes immediately by entering the area: now it seems like a protected space isolated from the hectic world around. The Heygate Estate is a gap space in the city of London: an „unused“ void. The temporal emptiness alludes already to its future: the buildings will be replaced by a more efficient model.
In the documentary installation „Heygate Estate – London“ the massive structure of the functionalist architecture of the Heygate is implemented in the transparency of the Syntopic Salon in Munich. In form of a photographic installation the monumental gap in London becomes a part of and used by the temporary installed gap space of the Syntopic Salon. The Heygate Estate becomes a virtual stage for the the Syntopic Salon.

Syntopischer Salon beim Salon Sophie Charlotte – 21. Januar 2012, 18 Uhr – Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt, Markgrafenstraße 38, Berlin

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Unter dem Motto „ArteFakte. Wissen ist Kunst – Kunst ist Wissen“ lädt die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) zum alljährlichen Salon Sophie Charlotte ein.
Führt der Verstand zur Wissenschaft? Und die Seele zur Kunst? Gibt es Intuition in den Wissenschaften? Wie forschen eigentlich die Künste?
Der „Salon Sophie Charlotte“ sucht Antworten auf diese und viele andere Fragen und ist Experimentierbühne für das Spannungsfeld von Wissenschaft und Kunst.
Unter fünfzehn verschiedenen Themenstellungen werden im gesamten Akademiegebäude von 18 bis 24 Uhr zahlreiche Diskussionen, Vorträge, Performances und Installationen zu sehen sein, die sich mit unterschiedlichsten Herangehensweisen den Fragen von Wissenschaft und Kunst nähern.

In einem Modell des „Syntopischen Salons“ gastiert eine Gesprächsreihe des Graduiertenkollegs „Sichtbarkeit und Sichtbarmachung“ der Universität Potsdam und eine interaktive Collage lädt zum Mitmachen ein.
Die Modell-Schnittstelle des Syntopischen Salons bildet im Säulensaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften damit den Rahmen, um Syntopie zwischen den Beiträgen der Gäste und Besucher zu erzeugen. Bildliche Schnittstellen im Zusammenwirken mit Projektionen von Reinhold Kliegl (Kognitionspsychologe), Thomas Nocke (Mathematiker/Klimaforscher) und Christine Hanke (Medienwissenschaftlerin) werden ergänzt durch spontane Bild-Kommentare der Besucher.

Wir danken allen Gästen und Besuchern für die aktive Teilnahme und Herrn Aue von der BBAW für die wunderbare Zusammenarbeit!

Mehr Informationen unter: http://jahresthema.bbaw.de
Download Programm Salon Sophie Charlotte
Presse:
Tagesspiegel: Syntopischer Salon
Tagesspiegel: Über den Tellerrand hinaus