Robert Stumpf – Cocytus – Goethestr. 31, München

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Wie sagte unsere Bundeskanzlerin neulich so schön: „Meine Damen und Herren, die Welt ist aus den Fugen!“
Tja, wo sie recht hat, hat sie recht… und während uns die Trümmer des Weltfinanzsytems noch um die Ohren fliegen, ist mein Historienbild über den Untergang der kapitalistischen Weltordnung schon fertig!
(Robert Stumpf)

Wirklich eine praktische Arbeit, man sollte sie unbedingt in Umlauf bringen… Das Drama unserer Tage ins Taschenformat gebracht, in Papierform… Vielleicht als neue Krisenwährung? Passt das nicht gut zu unserer interpassiven Gesellschaft, die ihr eigenes Erleben längst delegiert hat und nur wie ein Dosengelächter eines naiven, imaginären Dritten wahrnehmen kann. Irgendwie schwanken wir zwischen Schock und der festen Überzeugung, dass das nichts mit uns zu tun hat, weil das nur den anderen (welchen anderen?) passiert. Eigentlich sind wir mitten im Krimi und diesmal sogar in der ersten Reihe, vermutlich meist in der Rolle des Opfers nur, dass wir immer noch glauben, dass der Film bald zu Ende ist und wir dann beschwingt in die nächste Pizzeria weiter ziehen, unseren wohlverdienten Feierabend genießend.
Ich glaube nicht, dass klar ist, dass wir aus diesem Film gar nicht aussteigen können, schlicht und allein deshalb, weil es kein Film ist. Oder doch? Wer weiß, warum wer was inszeniert, um wen wie zu manipulieren?
Es bleibt spannend. (Dr. Cornelia Osswald-Hoffmann)

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Ildiko Meny – NOCTILUCA – Installation Goethestr. 31 München

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“ Fortschritt heißt Vermehrung des Lichts, aber dieses Licht ist immer dasselbe.” Leo N. Tolstoi

In der Wissenschaft werden biologische Prozesse durch Lumineszenz sichtbar gemacht. Dabei wird mit einem aus Leuchtkäfern gewonnenen Stoff gearbeitet. Dieser kann mittlerweile in diverse Zellen für Forschungszwecke eingebaut werden.

Lumineszenz ist für die Natur nichts Ungewöhnliches; viele Meerestiere: Quallen, Fische und Einzeller wie Algen, die verantwortlich sind für das Meeresleuchten (Noctiluca), leuchten magisch. Meistens um Fressfeinde irrezuführen, oder um ihren Partner anzulocken.

Der berühmte Leuchtkäfer, ein Verwandter des Glühwürmchens warnt Fressfeinde wie Fledermäuse mit seinen Leuchtorganen. Der magische Stoff Luciferin wird oxidiert, dabei entsteht ein schwaches Licht……

Dieses Licht zeigt den Wissenschaftlern den Weg, den die mit Luciferase markierte Zelle geht…zum Beispiel wohin Krebszellen wandern. Oder für die Visualisierung von Wachstumsprozessen. Dies kann seit kurzem sogar mit speziellen Kameras gefilmt werden. Auch Farbstoffe können schwaches Licht aussenden und werden bei neuartigen organischen Leuchtdioden verwendet.

Wird es bald leuchtende Tapeten, leuchtende Baueme oder Algenlampen geben???

Der Syntopische Salon versucht sich heuer im Meeresleuchten, eine “Hommage” an die Magie des Lichts…..

„Yes, progress is called propagation of light, but this light is always the same.“ Leo N. Tolstoy

In science, biological processes are made ​​visible by luminescence, working with a substance derived from fireflies. This method can be incorporated into various cells for research purposes.

Luminescence is not unusual within nature; many marine animals glow: jellyfish, fish, and some unicellular algae, which are responsible for the bioluminescence of the glowing sea, the so called sea sparkle or Noctiluca are giving magical light. Mostly to irritate predators or vice versa to attract their mates. The famous firefly warns predators like bats with its luminous organs. The magical substance luciferin is oxidized, forming a faint light…

This light shows scientists the way, which the luciferase labeled cell is going…for example, where cancer cells migrate. Or to visualize growth processes. This can even be filmed with special cameras. Dyes can also emit faint light and are used in novel organic light emitting diodes.

Do we soon have lit wallpaper, glowing trees or lamps filled with algae?

For this purpose the syntopic salon turnes into a sparkling sea as „homage“ to the magic of light…

Installation: Ildiko Meny

Hilfe und Lichtverteiler: Michaela Rotsch, Uli Gansloser und Firma Ettlin.

Michaela Rotsch – POTEMKINSCHE BORDSTEINSKULPTUR – Goethestr. 31, München

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Die Bordsteinskulptur ist eine zur Skulptur gewordene öffentliche Meinung.
Sie basiert auf der urbanen Aktion GOETHE–SIRKECI. Diese arbeitete mit einer Passantenbefragung zu fünf Veduten, die Ansichten von München und Istanbul zeigen. Die Entscheidungen der Passanten wurden in der fünfteiligen Bodenskulptur umgesetzt, die an ein dreidimensionales Diagramm statistischer Untersuchungen erinnert.
Die „Diagramm-Skulptur“ besteht aus Nachbildungen von fünf Stapeln der Veduten, deren Höhe jeweils davon abhängt, wie oft eine Vedute gewählt wurde. Die Diagramm-Skulptur ist Teil einer mehrteiligen urbanen Aktion, deren nächste Station im September in Istanbul am Bahnhof Sirkeci stattindet. Ab 9. September 2011 ist die Skulptur in der Installation SYNTOPIAN REFUGE: GOBOTAG_STATION in der Ausstellung „Cityscapes“ in Siemens Sanat in Istanbul zu sehen.

The sculpture presents a public opinion become sculpture. It is based on urban happening GOETHE–SIRKECI. This employed a pedestrian opinion poll on five vedute of Munich and Istanbul. The choices of the passers-by were converted into a five-part floor sculpture recalling a three-dimensional diagram as used in statistical investigations.
This ‘diagram sculpture’ consists of mockups of five piles of the vedute, the height of each pile depending on how often a veduta has been chosen. This sculpture is one part of a multi-part urban happening which next stop is taking place at Sirkeci a trainstation in Istanbul in september. From september the 9th the sculpture is being presented in the installation Syntopian Refuge: Gobotag_Station at the exhibition „cityscapes“ in Siemens Sanat, Istanbul.

Susanne Pittroff – Home-Sweet Home (Station 3) – Goethestr. 31, München

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Ein Einkaufswagen im Miniformat wird durch eine Anhäufung gestapelter Bücher aufgehalten weiterzurollen. Sie scheinen den Wagen zu stützen, zugleich leisten sie Widerstand. Die Maßstäblichkeit von Skulptur und Labor korrespondiert ebenso wie die Filigranität des Wagens mit der Transparenz des Raumes. Zwei mobile Räume treffen sich und verschränken an einem Ort Außen- und Innenwelten.

realitaetsbüro – nar. Dritte Verteilung – Sa, 09. Juli 2011, 12:00 – 20:00 Uhr, Goethestr. 31, München

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613 Granatapfelbäume aus Projekt Spitzbergen. Und Sie sind eingeladen, einen Granatapfelbaum in Obhut zu nehmen. Menschen nehmen in Obhut und werden Teil von Projekt Spitzbergen. Projekt Spitzbergen verteilt sich. —> nar. Dabei entstehen sofort Objekte. Verwandlung und Versprechen. Objekte nähren die Vorratshaltung 2022.

In mehreren Verteilungen im Stadtraum sucht das realitaetsbüro von Mai bis September Verbündete. Hüter, die die kleinen Granatapfelbäume aus Projekt Spitzbergen in Obhut nehmen und damit Teil von Projekt Spitzbergen werden. Die Obhut ist auf unbestimmte Zeit angelegt. Möglicherweise lädt das realitaetsbüro Baum und Hüter später zu einer weiteren Teilnahme an Projekt Spitzbergen ein. Mit der Verteilung sucht jeder Hüter sein Bäumchen selber aus und verspricht, es so gut wie möglich zu hüten. Ein Sofortbild besiegelt das Versprechen.

nar. führt damit im Projekt Spitzbergen einen Prozeß weiter, der im September 2010 mit Granatäpfel (Die Vorhut) als Gast des künstlerischen Austauschprojektes „CITYSCALE – München / Istanbul“ begann. 613 Granatäpfel wurden da geschält und eingekocht und von jedem Granatapfel blieb ein Samen. Seit Rote Pflanzung (Brut & Wasser) (11.Februar – 05.Mai 2011, Marien Fenster) wachsen aus diesen Samen Granatapfelbäume. nar. verteilt seine Granatapfelbäume in Sorgfalt über die Stadt.

Kontakt realitaetsbüro, Anja Uhlig

ANATOMISCHE QUERSCHNITTE_3, Goethestr. 31, München

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Neugierig guckt der Betrachter, diesmal besser als ein Ohrenarzt, auf die feinen knöchernen und weichen Strukturen des Jochbeins und des Gehörganges.
Dort befindet sich ein Wunderwerk der Technik: die Gehörknöchelchen. Nach ihrer Form sind sie in Hammer, Amboss und Steigbügel benannt. Sie übertragen Schwingungen. Über das Trommelfell werden die akustischen Schwingungen im Gehörgang in mechanische Schwingungen der Gehörknöchelchen umgewandelt. Die mechanischen Schwingungen der Gehörknöchelchen werden in Flüssigkeitsschwingungen der sogenannten Perilymphe umgesetzt. Somit können auch leise Geräusche gut wahrgenommen werden. Letztendlich werden in den Windungen der Hörschnecke die Geräuschinformationen gesammelt und durch den in gelb dargestellten Nervus vestibulocochlearis (Hör-Gleichgewichtsnerv, von lat. vestibulum „Vorhof“ und cochlea „Schnecke“) an das Gehirn weitergegeben und dort verarbeitet.
So wird der Syntopische Salon zum Guckkasten* für Gehirn und Hörapparat.

*Ein Guckkasten ist ein Schau- und Betrachtungsgerät, das einen Blick in sein Inneres erlaubt… Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war der Guckkasten eine beliebte Jahrmarktsattraktion in ganz Europa. Die Guckkastenbilder mit Ansichten von europäischen Sehenswürdigkeiten, aber auch exotischen Szenen und theatralischen Darstellungen, prägten das Bild breiter Volksschichten von der „weiten Welt“. Der Guckkasten gilt somit als eines der ersten Massenmedien. (Wikipedia)

Installation: Michaela Rotsch, Text: Ildiko Meny
Courtesy Anatomische Schnitte: Prof. Dr. Stephan Kroeger

Schattenjäger – Umhüllung – Sonntag, 22. Mai 2011, 14.00-17.00 Uhr, Goethestr. 31, München

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Der sensible Raum der urbanen Schnittstelle wird zärtlich geschützt.

Auf Grund der Verletzungen des Syntopischen Salons, durch Eingriffe eines „Unbekannten“ in den vergangenen Wochen, sehen wir uns inspiriert, in Kommunikation zu treten. Mit zarter, transparenter, selbst sehr verletzlicher Folie wird der Kubus ummantelt. Wir greifen Formen des Hineinwebens von „Guten Wünschen“ auf.
Alle Freunde, Kenner, Schätzer und Interessierte sind aufgefordert, dem Ort ihre Idee, ihre Gedanken und Wünsche zu schenken:
Jeder bekommt dazu eine genau abgemessene Länge an „Schutzfolie“, mit der er den Raum umhüllt. Mit vor Ort bereitliegenden Materialien kann jeder Gestalter selbst eingreifen. So entsteht in Zusammenarbeit eine sich zunehmend verdichtende Schutzhülle. Jeder weitere Eingriff bedeutet eine Entwicklung der Figur, die durch ihren prozesshaften, unvorhersehbaren Charakter selbst unverletzlich ist. Spannend ist es, zu erwarten, was geantwortet wird –

Wer sich selbst an der Umhüllung beteiligen möchte, kann einen persönlichen (entbehrlichen!) „Talisman“ mitbringen, der in die Hülle eingewebt wird. Ausserdem bitte eine Rolle Frischhaltefolie mitnehmen.

Idee/Konzept/Aktion: Schattenjäger