Monatsarchiv: Juli 2010

BLÜTEZEIT – Hartmut Minich – Eröffnung mit Live-Performance Dienstag, 27.7.10 19.00 Uhr – Heisser Sessel 28./29.7.10 10.00 bis 21.00 Uhr, Goethestr. 31, München

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Ist es der Zustand der Welt, der uns lähmt oder ist die eigene Ladehemmung mitverantwortlich für den Zustand der Welt? –
Der Künstler Hartmut Minich nimmt sich beherzt des Themas an, trotzt allen Krisen und ruft passend zum Sommer die BLÜTEZEIT aus.

Ganz im Sinne des Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi der in seiner FLOW-Theorie feststellt, dass ein Zustand der Kreativität durch eigenes Tun, sprich Aktivsein, Handeln, Schaffen, Wirken entstehen kann, packt Hartmut Minich sein persönliches Werkzeug (Axt, Säge) im gläsernen Labor aus und erschafft vor Ort aus einem Stück Holz eine Blüte.

Der Flowzustand- (engl. fließen, rinnen, strömen Flower- Blume!) entspricht einem Zustand optimaler Anpassung der eigenen inneren Anteile und der Umwelt. Er ist individuell verschieden, jedoch stehen Anforderung und Fähigkeit im ausgewogenen Verhältnis zueinander.

Dienstag, 27. Juli 19.00 Uhr Liveperformance
28./29. Juli, 10 – 21.00 Uhr HEISSER SESSEL
:
Hartmut Minich steht im Syntopischen Salon Rede und Antwort zu seiner Kunst und zu allem was uns bewegt

Blüten für eine bessere Welt!

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Simone Kunz – Negation der Lücke – 09.07-23.07.2010 – Abschlussperformance am 23.Juli 20.00 Uhr – Goethestr. 31, München

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Die Installation von Simone Kunz steht für eine „Negation der Lücke“ im öffentlichen Raum als auch für eine Nicht-Wahrnehmung von abstrakten Orten und Strukturen.
Sie verdeutlicht auf konzeptuelle Weise den Zustand einer verloren gegangenen Möglichkeit. Da wo eigentlich Raum für die Entfaltung von z.B. kreativen Ideen ist oder auch für einen immateriellen Zustand, z.B. von Liebe, wird diese Möglichkeit vernichtet.
Die Negation verdeutlicht als Umkehrung der Entfaltung von einer weit gefassten Form von Potenzialität, dass erst wenn etwas nicht mehr da ist, erst wenn man nicht genug Acht gegeben hat, die Möglichkeit zu erhalten, also erst wenn es zu spät ist, einem bewusst wird, dass etwas möglich gewesen wäre.
Die Arbeit schließt auch an das Thema des ewigen Ringens und Bezwingens im Leben ein, da es letztendlich doch noch zu einer Zerstörung der Negation kommen wird… Möglichkeiten werden zwar oft versperrt, aber mit Aufwendung von Kraft und Wille zur Transformation des Status Quo kann man gegen ihre Negierung ankämpfen.
Die Thematik des Bezwingens behandelt auch die Video-Performance „DER WALZER DURCHS LEBEN – DER ALLE IN STIMMUNG HÄLT“, die neben der Live-Performance im Syntopischen Salon in der Goethestr. 31 am 23. Juli 2010 zu sehen sein wird.

ANATOMISCHE QUERSCHNITTE_1, Goethestr. 31, München

Fingerspitzengefühle…

Um gutes Lehrmaterial herzustellen benoetigt es künstlerischer Fingerfertigkeit, die mehr und mehr von der Photographie und computergestuetzten Bildbearbeitung abgelöst wird. 3 D Animationen werfen neue Perspektiven für Ärzte, Architekten und Medienkuenstler auf. Somit bleibt aber der (künstlerische) Einfluss des Bildproduzenten auf der Strecke, denn Photos sind meist nur mehr oder weniger realistische Wiedergaben von dem was man sieht. Im Gegensatz dazu war das frühere Lehrmaterial immer eine Reduktion auf das Wesentliche – Inhalte wurden hervorgehoben und plastisch dargestellt, während andere Bildinhalte nur durch wenige Striche dargestellt wurden um nicht von den Hauptinhalten abzulenken.

Der Syntopischen Salon hat durch die freundliche Leihgabe von Prof. Dr. Stephan Kroeger, dem Synaptologen an der LMU altes anatomisches Lehrmaterial aus dem Keller der LMU ausgegraben und einige besondere Karten für Sie ausgerollt….
Als der Medizinprofessor in den 50ger Jahren die medizinische Zeichnerin beauftragte, einen Querschnitt eines Fingers für seinen Unterricht mit Studenten zu veranschaulichen, hat die an einer Kunstakademie ausgebildete Zeichnerin den Auftrag interpretatorisch, da nicht anders möglich, ausführt. Wissenschaft und Kunst verbinden sich genauso im Akt, die Poster auszustellen und somit ihrem primären Zweck zu entziehen, um sie einem anderen Zweck zuzuführen; sie nämlich für ein Publikum, das aus Kunstinteressierten, Wissenschaftlern, Ladenbesitzern, Spaziergängern, angehenden Ärzten, Architekten, Hausfrauen, eben aus unserer Gesellschaft besteht, öffentlich zu machen. Wissenschaft trifft Kunst und die gesellschaftlichen Teilkulturen verbinden sich.